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Filialkirche St. Katharina in Haunwang

Die Haunwanger Filialkirche ist eine gewachsene Kirche im wahrsten Sinne des Wortes. Aus einer im 12.-13. Jahrhundert erbauten kleinen Kirche im romanischen Stil entstand durch mehrere Um- und Anbauten im Laufe der letzten 800 Jahre die heutige Kirche. Das Kirchenschiff aus den Anfängen betrat man von der Südseite her durch einen kleinen Eingang. Um 1500 wurde die kleine romanische Apsis entfernt, an deren Stelle ein weitaus größerer und auch höherer gotischer Chorraum und auch die heutige Sakristei angebaut. Um 1600 erhöhte man das Dach des Kirchenschiffes auf die gleiche Höhe des Chorraumes, der Turm wurde erhöht und erhielt zudem eine Zwiebelhaube. In dieser Zeit wurde auch der gotische Flügelaltar entfernt und durch einen barocken Hochaltar sowie barocke Seitenaltäre ergänzt.

Im 18. Jahrhundert wurde der Südeingang zugemauert, der Eingang durch den Turm verlegt und um mehr Platz für Kirchenbesucher zu erhalten, auch eine Empore eingezogen. Der Turm erhielt 1872 eine Spitzhaube, neue Glocken wurden 1951 eingehängt. Der Friedhof wurde 1954 bis 1956 umgestaltet, nach Westen hin erweitert und ein Leichenhaus gebaut. 1975 wurde ein neues Gestühl eingebaut. 1983- 1986 erfolgte eine umfängliche Außenrestaurierung, 1997 wurde eine neue Orgel angeschafft. 1998 baute man eine elektrische Stuhlbankheizung ein, 1999 wurde die Raumschale restauriert und von 2004-2006 auch die Ausstattung.   

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Filialkirche St. Peter und Paul in Berghofen

Als eine Perle unter den Kunstschätzen Niederbayerns wird das Kirchlein von Berghofen bezeichnet.

Als wertvollsten Schatz finden sich hier gotische Fresken aus der Zeit um 1420. An den Seitenwänden des Chorraumes sehen wir viele Einzeldarstellungen aus dem Leben des Hl. Petrus. Der Turm mit seinem romanischen Untergeschoss und seiner dicken Mauern war früher ein Wehrturm. Er diente den Bauern der umliegenden Holzhäuser als Zufluchtsstätte vor räuberischen Überfällen in unsicheren Zeiten. Wenn sie darin auch nicht ihr Hab und Gut in Sicherheit bringen konnten, so retteten sie wenigsten das nackte Leben.

Nach der Schlacht bei Gammelsdorf (1313), in der Bayern gegen Österreich kämpfte, errichtete man überall in der näheren und weiteren Umgebung des Kampfortes sogenannte Weihestätten. Damals mag der Berghofener Wehrturm zu einer solchen Weihestätte erweitert worden sein. Die heutige Form des Berghofener Kirchleins stammt aus den Jahren um 1400. Die Fresken wurden 1913 freigelegt, außerdem wurde die Kirche 1956 renoviert. Die Kirche ist den Hl. Peter und Paul geweiht.  

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Filialkirche St. Stephanus in Kronwinkl

Von 1471 bis 1957, also fast ein halbes Jahrtausend, war die Kronwinkler Kirche, auch "untere Schloßkapelle" genannt, das Beneficium der Grafen von Preysing. Sie wurde von einem Benefiziaten betreut, den die gräfliche Familie unterhielt. Ihm oblagen die geistliche Betreuung der beiden Schloßkapellen. Vom spätgotischen Vorgänger-Gotteshaus der Kronwinkler Kirche sind nur noch im Bereich der Sakristei Mauerreste geblieben und im Inneren die Skulptur des Hl. Stephanus.

In dieser Kapelle hat sich 1632, während des 30-jährigen Krieges, eine blutige Schandtat ereignet: Ein feindlicher Soldat aus den Reihen der Schweden hielt sich drei Tage in der Kapelle auf, er genoss nach dem Gesetz Asylrecht. Ungeachtet dessen drangen die gräflichen Untertanen, denen das schwedische Heer großen Schaden zugefügt hatte, in die Kapelle ein, schlugen den Soldaten mit der Axt, zerrten ihn ins Freie und töteten ihn. 

Wegen dieser Entweihung der Kapelle durfte in ihr bis zum 1. Oktober 1679 kein Gottesdienst mehr gehalten werden. In dieser Zeit wurde das Kirchlein stark vernachlässigt und verfiel. Die bestehende Kirche wurde von der Familie im Stil des späten Barocks neu erbaut und am 3. Juni 1768 dem heiligen Stephanus geweiht.   

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Filialkirche St. Vitus in Thal

Als älteste Bausubstanz dürfen die romanischen Mauern des Langhauses angenommen werden, in der 2. Hälfte des 15. Jhd. wurde diese im Spätgotischen Stil erhöht. Im Turm hängen drei Glocken, zwei von 1600 und eine dritte aus dem Jahre 1674. Im Langhaus befindet sich eine Deckenmalerei mit den Darstellungen der vier Evangelisten.
Thal hat seit dem 9. Jahrhundert (826 oder 896) pfarrliche Rechte. Die Pfarrer hatten jedoch nicht Thal sondern vermutlich in Moosburg gewohnt. Das Pfarrvikariat Thal wurde nämlich bei der Gründung des St. Castalusstiftes in Moosburg errichtet und war von Anfang an diesem Stifte inkorporiert. Am 6. März 1811 wurde das ehem. Pfarrvikariat Thal durch Generalvikariatsbeschluss aufgehoben und der Pfarrei Eching zugeführt. Seltsamerweise hat das dem damaligem Pfarrer von Eching widerstrebt nach dem sich zuvor die Pfarrei Buch a. E. gegen eine teilweise Einverleibung und die Pfarrei Pfrombach gegen die ganze Zuteilung gewehrt hatten. Aus dem Vikariat Thal wurde die 2. Kooperartur in Eching gebildet. Der 1. Kooperator war für den Filialbezirk Ast mit den dazugehörigen Kirchen zuständig. Die Kirche ist dem hl.Vitus (Veit) geweiht, sein Martyrium auf dem Altarblatt dargestellt.  

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Pfarrkirche St.Johann Baptist in Eching

Die Vorgängerkirche der heutigen Pfarrkirche stand nahe der Isar. In früheren topographischen Schilderungen wird die Isar im strengsten Sinne als Gebirgsfluss bezeichnet. Ein unstetes Rinnsal, wechsel der Wasserfülle, Abspülungen und Anschwemmungen machten den Fluß zu einem unberechenbaren Gesellen. Am 3. Juni 1702 war die Isar durch Abspülungen der Kirche so nahe gekommen, daß der Turm einstürzte und mit einem Teil des gotischen Kirchenschiffes in den Fluten verschwand. Ärgerlich schrieb der damalige Vikar von Eching an das Stiftskapitel St. Martin: 12 Jahre lang hätte man Zeit gehabt, um das drohende Unglück abzuwenden. Erst 6 Jahre danach, am 28. März 1708, wurde der Platz für die neue Kirche ausgesteckt. 1711 wurde das Gotteshaus fertiggestellt und dem hl. Johannes dem Täufer geweiht.

Durch den 1701 begonnenen Spanischen Erbfolgekrieg kam es in Bayern zu großer Not. Nach den Worten des siegreichen österreichischen Kaisers, Josef I. sollte das arme Bayernland "insoweit genossen werden, dass es inskünftig dem Kurfürsten unnütz sein soll". Kriegssteuern, Einquartierungen, Zwangsaushebungen und die österreichischen Soldaten taten ihr übriges um das Land zu verarmen. So kam es, das der Neubau der Kirche "auf alleinige Kosten des Kollegialstiftes St. Martin" ausgeführt wurde. Der Bau wurde ausgeführt von dem Landshuter Stadtbaumeister Wolfgang Echam und den ebenfalls aus Landshut stammendem Hofzimmermeister Wolf Egkhart. Ein großer Teil des benötigten Bauholzes und der Kalk kamen per Floß aus dem Tölzer Land, die Ziegelsteine aus der Echinger Umgebung. Die reiche Innenausstattung ist eine Stiftung der Grafen von Preysing-Hohenaschau mit ihren Wappen an Altären und Kanzel.